Kirche am Engelberg?

Sind Namen Schall und Rauch? Nicht, wenn wir sie mit einem Bild verbinden. Aus der Neurologie wissen wir, dass sich abstrakte Dinge, wie z.B. Namen besser merken lassen, wenn wir sie mit einem Bild verbinden. 

Bei einem Logo ist es viel mehr das Ansinnen, damit einen Wert oder Leitgedanken zu transportieren.

Welche Aussage steckt nun hinter der Bildmarke der Kirche am Engelberg? 

 

Der Name

Der Engelberg ist den meisten Menschen für zwei Dinge bekannt: der Turm oder der „gelegentlich“ vorkommende Stau im Engelbergtunnel. Was weniger bekannt ist, dass dieser Turm, als Wasserturm konzipiert wurde und dieser Aufgabe von 1928 bis 1953 nachkam.
Bevor die Stadt Leonberg an das Wasserversorgungsnetz angeschlossen war, wurde das Wasser in den Turm hochgepumpt. Mit dem nun hoch auf dem Berg gesammelten Wasser ist ein Druck entstanden, durch den die örtlichen Haushalte mit frischem Wasser versorgt werden konnten. Diese Funktionsweise eines Wasserturmes, der das was er gibt, aus den Tiefen holt ist ein Sinnbild für uns als Gemeinde.
Die Bibel spricht davon, dass derjenige, der ein Haus baut, tief graben soll, damit sein Gebäude ein festes Fundament hat (Matthäus 7,24) . Das tief graben ist ein Gegensatz zu einem oberflächlichen Gottesglauben. Es ist im Judentum seit jeher Tradition, tief in die Tora einzutauchen, um den darin offenbarten Willen Gottes zu entdecken. Nur mit einer Tiefe in Gottes Wort werden wir im Glauben keinen Schiffbruch erleiden.

Heute hat sich die Aufgabe des Turmes geändert. Nicht mehr Wasser ist es was er der Stadt gibt, sondern als „Leuchtturm“ strahlt sein Licht weit über die Grenzen Leonbergs hinaus.

Vom Licht spricht die Bibel auch. Das Licht das wir nicht unter einen Scheffel stellen sollen (Markus 4,21) , sondern es erhöht aufstellen, damit es den ganzen Raum erfüllt. Dieser Vergleich zielt auf die gute Nachricht – das Evangelium –  ab. 

Wasser des Lebens und das Licht der Welt, gut

…aber  „Kirche“? Während das griechische Wort im neuen Testament Ecclesia ist, das gerne von christlichen Gemeinden auch in der Namensgebung genutzt wird, steht in der Tora das Wort hebräische Wort für versammeln/ zusammenrufen. Dieses wird zum ersten mal verwendet, als Mose mit dem ganzen Volk durch die Wüste wandert. Hier spricht das Wort Gottes von den Zusammengerufenen. Ein schönes Wort für eine neue Gemeinde, eine Kirche zu der Gott Menschen zusammenruft, damit sie Seinen Namen ehren.

Und wozu?

Bei dieser Frage kommen wir zu den Engeln, die ja auch im Namen zu finden sind. Engel waren seit jeher Überbringer von Nachrichten, also Boten Gottes. 
Im neuen Testament weißt uns Paulus darauf hin, dass wir „Botschafter an Christi statt sind“. Wir sind keine Engel, aber wir sehen den Auftrag für die Gemeinde und jeden einzelnen, die gute Nachricht von Jesus weiterzugeben und barmherzig zu sein.

So…ist das Wasser und das Licht also nicht zum Selbstzweck da…genau wie die Gemeinde. Die Kirche hat einen klaren Auftrag. Und denn wollen und dürfen wir nicht verpassen.

 

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