Am Samstag ist der Sederabend, auch bekannt als Schabbat ha-Gadol (hebr. שַׁבַּת הַגָּדוֹל ‚der Große Schabbat‘), oder auch Pessach oder Passah. Viele Begriffe für eine Sache, für einen ganz besonderen Festtag.
Die Grundlage dieses Festes legte Gott selbst fest. Mit der Bewahrung seines Volkes vor der letzten Plage über Ägypten. Noch bevor in der kommenden Nacht das unfassbare Gericht über Ägypten passieren wird, sagt Gott in 2. Mose 12,14: “Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den HERRN. Als ewige Ordnung für all eure Generationen sollt ihr ihn feiern“
Das Passahfest wird seit diesem Tag gefeiert. Es ist die Erinnerung an die Befreiung aus einer 400-jährigen Knechtschaft. Das Blut des Lammes an den Türpfosten war ihr Schutz und sie konnten in Freiheit Ägypten verlassen.
Sollen wir als Christen nun dieses Fest feiern – oder nicht? Eine Frage, die letztlich jeder für sich selbst beantworten muss, aber ich möchte Euch ein paar Gedanken dazu mitgeben.
Das Passahfest ist der geistliche Vorläufer für das “christliche” Osterfest – was meiner Meinung nach besser Auferstehungsfest heißen sollte. Die Herkunft das Namens Ostern ist nicht geklärt. Es gibt verschieden Deutungen… z.B. auf die germanische Frühlingsgöttin Ostara. Eine andere Herleitung ist die Himmelsrichtung “Osten”, also da wo die Sonne (das Licht) aufgeht und damit die Richtung, in die Maria am Grab geblickt haben soll, weil sie den Heiland von dort erwartete. Wieder andere argumentieren, es sei ein Übersetzungsfehler und die Osterwoche müsse eigentlich “Weisse Woche” heißen. Die neueste Herleitung hat wohl etwas mit nordgermanischen Wort-Ursprüngen zu tun, aus denen auch das Wort Taufe abgeleitet wird.
Alle Wortbedeutungen sind viel später entstanden als der eigentliche Grund zum Feiern. Der Grund ist die Auferstehung von Jesus, der genau durch diese Auferstehung zu unserem Christus werden kann. So wie die Juden zu Passah die Rettung aus der Sklaverei feiern, ermutige ich uns zum Auferstehungsfest auch genau eben das zu feiern.
Und was ist jetzt mit Passah?!
In o.g. Mosestelle steht “für all Eure Generationen“. Heute morgen las ich im Epheser 2,19 ” So seid Ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. Ihr seid aufgebaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, wobei Christus Jesus selbst der Eckstein ist.” Jesus ist das verbindende Element zwischen den Juden und den Nationen. “Auch uns hat er auferweckt”( Eph. 2,1); “In Ihm…” sind wir “auserwählt” (Eph .1,4); haben “Erlösung” ( Eph.1,7) und haben ein “Erbteil” (Eph. 1,11). Wenn wir also “eingepfropft sind in den Ölbaum” (Röm 11,17); wenn Er „der Weinstock ist und wir die Reben” (Joh. 15,5), wir also daraus unsere Kraft erfahren…sind wir dann nicht auch ein bisschen wie “all Eure Generationen“?
In diesem Sinne ist es auf jeden Fall angebracht, sich mit den Sitten, Gebräuchen und Festen der Hebräer auseinanderzusetzen. Besonders, weil sie alle ein Vorschatten auf Jesus sind.
Am Samstagabend (27.03) ist der Sederabend. Seder bedeutet Ordnung. Das Fest läuft nach einer gewissen Ordnung ab. Besonders wichtig ist, dass es viel und gut zu Essen gibt – und der Wein in Strömen fließt. Jeder Weinbecher hat eine spezielle Bedeutung. Begleitet wird das Essen von Dankgebeten und Geschichtenerzählungen.
Wenn Euch das Thema weiter interessiert, Ihr am Samstag vielleicht sogar gerne mal ein besonders Festessen machen möchtet (eigentlich mit vielen Freunden) dann kann ich gerne noch ein paar Tipps geben.